Versäumen Sie nicht die Nachweispflichten zur TSE-Umstellung bis August/September 2020

Elektronische Kassensysteme müssen demnächst mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein. Ursprünglich war der 30.09.2020 als Endtermin geplant. Jetzt gibt es zwei neue Fristen:
 
Der Kassenhersteller muss die elektronische Kasse spätestens am 31.03.2021 mit einer TSE ausstatten.
 
Die Endkunden müssen je nach Bundesland spätestens bis 30.08.2020 bzw. 31.08.2020 bzw. 30.09. 2020 eine ausreichende Anzahl an TSE verbindlich und nachweislich bestellt haben, damit sie die Fristverlängerung bis 31.03.2021 in Anspruch nehmen können. Je nach Bundesland kommen weitere Anforderungen an die Endkunden hinzu.
 
Zwar haben sich alle Bundesländer bis auf Bremen auf eine Verlängerung der Einbaufrist bis 31.03.2021 und einer Bestellpflicht bis 30.08.2020/31.08.2020/30.09.2020 (je nach Bundesland) verständigt. Aber einige Bundesländer haben noch weitere Pflichten für den Endkunden beschlossen wie zum Beispiel eine Bescheinigung des Herstellers, dass der Umbau bis 30.09.2020 nicht möglich ist. Wenige Bundesländer fordern eine Meldung zur Fristverlängerung beim Finanzamt. Bremen verlangt von jedem Endkunden einen individuellen Antrag auf Fristverlängerung über den 30.09.2020 hinaus, weil es der Fristverlängerung nicht zugestimmt hat. Da genügt kein formloses Schreiben, der Antrag muss gut begründet werden, am Besten sprechen Sie zeitnah mit Ihrem Steuerberater.
 
Wir haben eine Übersicht beigefügt, in der Sie die Fristen und Regelungen nachlesen können, die für Ihr Bundesland gilt.
 
Werden Sie jetzt aktiv, damit Sie die Fristverlängerung über den 30.09.2020 hinaus in Anspruch nehmen können und Sie bei einer Kassenschau nicht beanstandet werden.

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